Themenchat in #Paranormal.de, gehalten von Corvina am 19.7.2006


Welche Götter die Ägypter hatten, wie sie sich die Seele vorstellten und was heute noch davon übrig ist.


[20:31] Corvina: Erstmal fangen wir mit historischem an ;-)
[20:32] Corvina: Der Glaube der alten Ägypter sah folgendermaßen aus:
[20:32] Corvina: Die Einstellung der alten Ägypter zu Leben und Tod war von zwei Grundüberzeugungen geprägt.
[20:32] Corvina: Und zwar daß der Tod nur eine vorübergehende Unterbrechung des Lebens sei und nicht das endgültige Ende und daß ewiges Leben durch eine Reihe von Vorleistungen, wie Frömmigkeit den Göttern gegenüber, Erhalt des Körpers durch Mumifizierung etc., erwirkbar sei.
[20:33] Corvina: Aufgrund der zahlreichen Grabfunde und erhaltenen Totentexte, ist es uns möglich, die Komplexität und allmähliche Entwicklung des Glaubenssystems nachzuvollziehen.
[20:33] Corvina: Sie hatten eine komplette Vorstellung wie die Seele zusammen gesetzt ist. (Teileweise im ähnlichen Kontext heute in anderen Religionen zu finden)
[20:34] Corvina: So jetzt geht´s ans Eingemachte..READY?
[20:34] Georg555: ja
[20:34] Corvina: Ach
[20:34] Corvina: Den Ach hielt man für die Form, in der die verklärten Toten in der Unterwelt verweilten, und auch für die Seinsform nach der erfolgreichen Wiedervereinigung des Ba mit seinem Ka. Einmal durch diese Wiedervereinigung geschaffen, galt der Ach als für alle Ewigkeit dauernd und unveränderlich. Der Ach in seinem körperlichen Aspekt wurde zwar für gewöhnlich als Uschebti-ähnliche mumiengestaltige Figur dargestellt, das Wort Ach dagegen mit dem
[20:35] Corvina: ba und ka wird gleich erläutert!
[20:36] Corvina: Ba
[20:36] Corvina: Der Ba ähnelt unserer Vorstellung von 201ePersönlichkeit201c, denn er umfaßt ebenfalls all jene nichtkörperlichen Eigenschaften, die einen Menschen einzigartig machen. Der Begriff Ba bezog sich jedoch auch auf Macht und konnte auf Götter und unbelebte Gegenstände ausgeweitet werden. Um ein Ach werden zu können, mußte der Verstorbene aus dem Grab herauskommen, um sich wieder mit seinem Ka zu vereinigen, aber da dies dem Körper unmöglich
[20:37] Corvina: Die Ägypter betrachteten Zugvögel als Verkörperung des Ba, der somit ungehindert zwischen Grab und Unterwelt hin und her fliegen konnte.
[20:37] Corvina: Ka
[20:38] Corvina: Mit diesem 2013 eher nicht übersetzbarem Begriff 2013 bezeichneten die alten Ägypter die schöpferische Lebenskraft eines jeden Individuums, sei es menschlich oder göttlich. Der Ka wird mit zwei erhobenen Armen geschrieben, galt als entscheidender Wesensbestandteil sowohl für den Lebenden wie auch für den Toten und ist so etwas wie dessen 201eDoppelgänger201c. Zuweilen wird er in der Grabkunst als eine minimal kleinere Figur dargestel
[20:39] Corvina: also ach is Den Ach hielt man für die Form, in der die verklärten Toten in der Unterwelt verweilten, und auch für die Seinsform nach der erfolgreichen Wiedervereinigung des Ba mit seinem Ka
[20:39] Corvina: Ba
[20:40] Corvina: Der Ba ähnelt unserer Vorstellung von 201ePersönlichkeit201c, denn er umfaßt ebenfalls all jene nichtkörperlichen Eigenschaften, die einen Menschen einzigartig machen.
[20:40] Corvina: Mit diesem eher nicht übersetzbarem Begriff bezeichneten die alten Ägypter die schöpferische Lebenskraft eines jeden Individuums, sei es menschlich oder göttlich
[20:41] Corvina: Dies ist also die 201eDreiteilung201c der Seelenvorstellung der alten Ägypter.
[20:41] Corvina: Zu dieser Vorstellung der alten Ägypter gehörte natürlich die Götterwelt. Einige wichtige möchte ich kurz vorstellen:
[20:42] Corvina: Der Göttin Isis wurden magische Kräfte und eine grosse Beharrlichkeit zugeschrieben. Mit ihren Fähigkeiten half sie besonders erkrankten Kindern.
[20:42] Corvina: Ihre Heilmittel wirkten vorallem bei Schlangenbissen und Skorpionstichen. Während des Neuen Reiches wurde das tit-Amulett mit dem Mythos der Isis verbunden
[20:42] Corvina: Wegen ihrer mütterlichen Eigenschaften wurde Isis manchmal auch in Gestalt einer Sau gezeigt. Ausserdem zählte die Kuh zu einer ihrer Erscheinungsformen - eine Tatsache, die vielleicht ihre verschiedentlichen Verwechslungen mit der Göttin
[20:43] Corvina: Die Göttin Nephtys war eine der neun Gottheiten von Heliopolis und eines der vier Kinder der und des. Nach dem Vorbild der Geschwisterehe zwischen und vermählte sich Nephtys mit ihrem Bruder.
[20:44] Malkor: eine Tatsache, die vielleicht ihre verschiedentlichen Verwechslungen mit der Göttin
[20:44] Corvina: Selkt
[20:44] Corvina: Selket ist gemeint sorry
[20:44] Malkor: ok
[20:44] Corvina: Neith
[20:45] Corvina: Sie trägt meist die rote Krone Unterägyptens. Mit dem Beginn des Alten Reiches wurde sie die Gefährtin des
[20:45] Corvina: Seths mit dem sie den Krokodilgott Sobek zeugte..
[20:45] Corvina: Inzucht ist übrigens bei den Göttern der alten Ägypter an der Tagesordnung nur als zwischeninfo
[20:48] Corvina: so nun noch selket
[20:49] Corvina: Das Symboltier der Göttin Selket/Seket ist der Skorpion. Sie erscheint meist in Frauengestalt und trägt einen giftigen Skorpion auf ihrem Haupt. Ihr Name bezeichnet ihre Fähigkeit, "die Kehle atmen zu lassen", beispielsweise nach einem Skorpionstich. Sie war die Schutzgöttin der falkenköpfigen Kanope und zählte zu den vier Gottheiten, die an den königlichen Särgen Wache hielten. Sie gilt als Schutzgöttin der Zauberer und Hexen.
[20:49] Corvina: Noch ein hübsches bildle
[20:49] Corvina: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Selket_eg_mus_kairo_2002.png
[20:49] Corvina: Diese vier Göttinnen hielten Wache über einen Königssarg. Man findet sie als Darstellung als Kanopen, wo jede der vier für eine Himmelsrichtung stand.
[20:50] Malkor: kanopen?
[20:50] Corvina: Kanopen sind gefässe in denen die eingeweide der pharaonen aufbewahrt wurden..lecker *g*
[20:50] Corvina: Nun beginnt die Zauberei:
[20:51] Corvina: Die Alten Ägypter nannten die Medizin "die notwendige Kunst". Dennoch wurde die altägyptische Medizin in der Ägyptologie lange mit Zauberei und Magie gleichgesetzt.
[20:51] Corvina: Wahrscheinlicher ist aber, dass Zauberei und Rituale die Medizin nicht ersetzte, sondern ergänzte und verstärkte. Es gibt sogar Zeugnisse dafür, dass Patienten nacheinander von einem Arzt, einem Priester und einem Zauberer untersucht wurden
[20:52] Corvina: So enthalten auch die streng medizinischen Papyri Begleitsprüche, die z. B. beim Lösen eines Verbandes oder bei Einnahme einer Medizin rezitiert werden sollten. Im Papyrus Ebers wird das Verhältnis zwischen Magie und Medizin im Alten Ägypten am treffendsten beschrieben, dort heisst es:"Wirksam ist der Zauber (nur) zusammen mit dem Heilmittel, wirksam ist das Heilmittel (nur) zusammen mit dem Zauber".
[20:53] Corvina: Sie verwendeten Zaubersprüche z.B. so einen:
[20:53] Corvina: Wohlan! Schaue!
[20:53] Corvina: Das Haar meines Hauptes, es ist NUNs Haar.
[20:53] Corvina: Mein Antlitz ist die Scheibe der Sonne [RE].
[20:53] Corvina: In meinem Augenstrahl lebt HATHORs Mut.
[20:54] Corvina: In meinen Ohren erklingt UPUAUTs Seele.
[20:54] Corvina: In meiner Nase schwingt CHENTI-CHAS´ [HORUS?] Tatkraft
[20:54] Corvina: ANUBIS´ Lippen sind meine Lippen
[20:54] Corvina: SERKETs Zähne sind meine Zähne
[20:54] Corvina: ISIS´ Hals ist mein Hals
[20:54] Corvina: Meine Hände gehören dem großen Gebieter von Djedu [ANEDJTI, OSIRIS].
[20:55] Corvina: Des doppelten göttlichen Falken Krallen sind meine Finger
[20:55] Corvina: Wahrlich! In jedem Glied meines Körpers
[20:55] Corvina: Lebt eine Gottheit; und THOT
[20:55] Corvina: Beschützt und pflegt das Ganze
[20:55] Corvina: Sehr philosophisch *g*
[20:55] Corvina: Hab noch was!
[20:56] Corvina: Amulett für den srft-Hautausschlag
[20:56] Corvina: (ist eine form von ausschlag)
[20:56] Corvina: Isis sagt: "Oh Große [=Hathor],
[20:56] Corvina: Herrin der Beiden Länder, entgegne der Einwirkung des Herrn der Kapelle.
[20:56] Corvina: Der Allherr unter den Göttern ist es, der vertreibt die Fäulnis, der abwehrt
[20:56] Corvina: den Wütenden. Stark ist der Herr des Schreckens
[20:57] Corvina: das Elend der Götterneunheit ist in den Schleimstoffen
[20:57] Corvina: Sie [=Hathor] gibt ihrem Vater Ra seine Herrschaft an seinen beiden Horizonten,
[20:57] Corvina: um zu übernehmen sein Königshaus im Himmel
[20:57] Corvina: das Land, wo das Auge ruht und der 'Schicksalsduft' der Beiden Schwestern.
[20:57] Corvina: Komme in Frieden, Osiris. Das Auge der Großen [=Hathor],
[20:58] Corvina: es ist gekommen in Frieden. Komme in Frieden zu Tamesetnefer
[20:58] Corvina: Es sagt Isis: "Sie [=Hathor] hat verhindert, daß das 'Oberhaupt des Schicksals'
[20:58] Corvina: hervorgekommen ist aus ihm." Sich niederlassen auf seiner Brust, an den Hals.
[20:58] Corvina: Solche sprüche standen auf den papyri!
[20:58] Corvina: Auch verwendeten sie in der Heilkunst 201emagische Öle201c z.B:
[20:59] Corvina: Diesselben magischen Salben, die bei der Einbalsamierung verwendet wurden, gebrauchte man auch im täglichen Leben. Es gab eine bevorzugt angewandte Gruppe von Salben, die unter dem Namen »die sieben Heiligen Öle« bekannt war, und Kosmetikkästchen bargen oft sieben Töpfchen in denen diese Öle aufbewahrt wurden. Es gibt einen kompletten Satz dieser Salben (aufbewahrt im New Yorker Metropolitan Museum of Art) auf deren Deckel eines jeden Töpfchen der Name des Öls verzeichnet ist:
[20:59] Corvina: Festlicher Duft«
[20:59] Corvina: Heken-Öl«
[20:59] Corvina: Syrischer Balsam«
[20:59] Corvina: Nechenem-Salbe«
[21:03] Corvina: Festlicher Duft«
[21:03] Corvina: Heken-Öl«
[21:03] Corvina: Syrischer Balsam
[21:03] Corvina: Nechenem-Salbe
[21:03] Corvina: Salböl«
[21:04] Corvina: Bestes Zedernöl
[21:04] Corvina: Bestes Libysches Öl«
[21:04] Corvina: das waren die 7 stück..gibt auch rezepte..*g*
[21:04] Corvina: maile ich gerne mal nach anfrage
[21:04] Corvina: mondfeuer@sonnenkinder.org
[21:04] Corvina: einfach ne email schreiben
[21:05] wonnita: ok.
[21:06] Corvina: Verbindung zu heutigen Glaubensgemeinschaften oder was will sie uns sagen ?:
[21:07] Corvina: Aleister Crowley dürfte ja bekannt sein. Bekannte Werke wie 201eMagick201c oder das Liber al vel Legis stammen aus seiner Feder.
[21:07] Corvina: Oft wird er als 201eSchwarzmagier201c verschrien, wobei meine Meinung dazu nur kurz gesagt ist, dass Genie und Wahnsinn oft sehr nah beieinander liegen.
[21:07] Corvina: Seine Grundlagen lehnen an den Glauben der alten Ägypter an. In seinem Werk, das Liber Al, spricht er von drei Gottheiten. Rahorkuit, Nuit und Hadit
[21:07] Corvina: Alle drei Gottheiten sind bestand des Glaubend der alten Ägypter. Wobei es von dem ersten nur wenige Darstellungen gibt, da es sich um eine 201eMischgottheit201c handelt
[21:08] Corvina: Es gibt heute viele magische Gruppen, die dem Vorbild A.Crowley´s folgen. Z.B. die Thelema-Society www.thelema-society.de, die Oto, Ordo Templi Orientis, www.oto.de, oder z.B. die FCA, http://www.f-c-a.net
[21:09] Corvina: Dies ist nur ein kurzer Ausschnitt der magischen Gruppen. Ohne Wertung!
[21:09] Corvina: Alle dieser Gruppen folgen einem thelemitischen Grundgedanken, der viel auch darauf basiert, dass die Götter aus einem selbst kommen
[21:10] Corvina: Diese Meinung teile ich auf Grund meiner Erfahrungen nur zum Teil. Aber ich betrachte Götter als eigene Wesenheiten, auch mit eigenen Persönlichkeiten.
[21:12] Corvina: Dabei kommen wir zur Verbindung zur heutigen Magie. Die oben erwähnten Zaubersprüche sind heute noch anwendbar, da sie einer Anrufung ähneln. Ich möchte nur am Rande warnen, denn zum 201eSpaß201c sollte keine Gottheit gerufen werden.
[21:13] Corvina: Auch die Heilmethoden können heute angewendet werden und in Verbindung mit einem Zauberspruch sind sie sicher noch sehr wirksam. Auch den Glauben z.B. grundsätzlich über die Seelenvorstellung am Anfang meines Vortrags teile ich.
[21:13] Corvina: Nun schliesst sich der kreis vom alten ägypten zu heutigem!
[21:13] Corvina: Fertig!!

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